120 Montessorikinder spielen ein Wandertheater

Was brauchen wir wirklich um glücklich zu sein?

 
Landau: Ist es ein neues Handy oder ein neues Tablett? Brauchen wir die neuesten Schuhe oder Spiele um zufrieden und glücklich zu sein? Welche Gründe gibt es für  so viele Menschen die Heimat zu verlassen? Sind wir in unserer Heimat gut versorgt und wann haben wir das Gefühl beschützt und sicher zu sein?
All diesen Fragen gingen die kleinen Montessorianer, wie sie sich sebst nannten, in ihrem Wandertheater „ Die Grundbedürfnisse des Menschen“ nach. Zur Rahmenhandlung erwählte man sich einen Thementag im Fernsehen. Die schicke, wortgewandte Moderatorin Betty Blitzlicht schaltete vom Studio zu den unterschiedlichen Spielplätzen.
Im Schulhof wurden die Gäste vom Sicherheitsdienst der Klasse B empfangen, der sich vorstellte und seiner Aufgabe während der ganzen Veranstaltung nachkam, so dass sich alle Anwesenden behütet fühlen konnten. Die charmante Reporterin Franke Schlagfertig interviewte Gäste, wie wichtig Sicherheit für sie sei und wo sie sich am sichersten fühlten.
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Nun schaltete unsere Moderatorin ins Studio „schöner wohnen“ in die Klasse D. Hier haben sich die Kinder mit dem Bedürfnis Wohnen befasst und erzählten in einem selbst verfassten Lesetheater die Wanderung eines kleinen unzufriedenen Häuschens, das durch alle Kontinente wanderte. Hier stellten sich viele unterschiedliche Gebäude vor.Das kleine Häuschen mit seinen Steinmauern fühlte sich nirgends richtig wohl. Erst in Landau fand es die richtige Umgebung.
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Der Sicherheitsdienst brachte die Zuschauer nun sicher in die Klasse A, wo man sich mit dem Thema Bewegung befasste. Reporter R. Bold besuchte ein Sportstudio, in dem schon Kinder die unterschiedlichsten Bewegungsformen und Sportarten  wie Eishockey, Cheerleading oder Yoga trainierten. Die erfolgreiche Jungunternehmerin Emilia Schnell stellte heraus, wie wichtig Bewegung schon bei Kindern sei, denn: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Ein Archäologe erklärte, dass der Mensch zum Laufen geboren sei und die Erfinderin Kitti F. stellte ihr sprechendes Lexikon vor, das alle möglichen Fortbewegungsmaschinen auf Knopfdruck erläuterte. 
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Dem Verlangen nach schicker, ansprechender Kleidung wurde bei „schick und -schnittig“ in der Klasse C Rechnung getragen. In Heimarbeit wurden mit Unterstützung einzelner Mamas vom Kimono bis zum Dirndl Modelle aus allen Kontinenten hergestellt und gekonnt auf Außentreppe und Laufsteg präsentiert.
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Zuletzt fand man sich ganz oben im Turm der Genüsse bei der Klasse E wieder, Nahrung ist schließlich ein unverzichtbares Grundbedürfnis. Nachdem die Zuschauer sich durch eine, einem Flashmop vergleichbare, selbstentwickelte Szene und einem Gedicht ins Schlaraffenland entführen ließen, lenkten die Kinder geschickt den Bogen wieder zurück in die Realität und zeigten, wie und wo unser Getreide wächst und wie viele Brezen man von einem Quadratmeter Getreide bekommt. Mit einer von den Schülern entwickelten Diskussion über den Hunger in Afrika und unseren Luxus wurden auch die Schattenseiten beleuchtet.
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Alle Klassen der Montessorigrundschule beteiligten sich, unterstützt von Theaterpädagogin Christine Hötschl, an diesem Mammutprojekt. Sichtlich stolz auf ihre Leistung labten sich Kinder und Zuschauer zum Abschluss an einer Runde Brezen, die man untereinander aufteilte. Man war sich einig, dass die Schule durch solche Projekte nachhaltig geprägt wird.
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