Auf den Bergen wohnt die Freiheit

Wandertage mit Hüttenübernachtung an der Montessori-Schule

 

Die Klasse 5/6 der Montessori-Schule Landau und die älteren Schüler der Klasse E machten sich am vergangenen Montag mit dem Zug auf in den Bayerischen Wald, um zwei Tage im Arbergebiet zu wandern und auf der Chamer-Hütte zu nächtigen. Schüler Korbinian Zech berichtet von dieser spannenden Ausfahrt:

Wir hatten geplant mit dem Zug nach Regen zu fahren. Vorher mussten wir in Plattling umsteigen und manche Kinder sind erst dort zugestiegen. Nach unserer Ankunft in Regen stiegen wir auf den Bus um, der uns zum Rathaus von Bodenmais brachte.

Zu Fuß auf den Großen Arber

Ab jetzt ging es nur noch zu Fuß weiter. Bis zum Gipfel des Großen Arber waren es über 11 km, dabei sollten mehr als 750 Höhenmeter überwunden werden. Nach ungefähr einem Viertel der Strecke machten wir eine große Pause bei den wunderschönen Rißlochfällen. Frisch gestärkt ging es weiter nach oben. Manche Abschnitte des Weges waren leicht zugehen, andere wiederum waren eher anspruchsvoll, ja sogar anstrengend. Am nervigsten waren die großen Holzstufen kurz vor dem Gipfel-Plateau des Großen Arber. Da ging den Schülern fast die Puste aus. Am schönsten der schmale und steile Pfad oberhalb der Rißlochfälle, bei dem man sich wie im Urwald fühlt, weil alles so grün ist und man auch ein bisschen kraxeln kann.

Nach einer wirklich langen Zeit waren wir endlich oben. Wir erreichten den Gipfel des höchsten Berges im Bayerischen Wald. Wir Schüler waren echt froh, dass wir es geschafft hatten. Hier oben konnten wir die Aussicht genießen. Doch aus der langen Pause wurde nichts, weil der Wind plötzlich eiskalt wehte.

Nun machten wir uns auf den Weg zum kleinen Arber an dessen Fuß unsere Hütte lag. Dieses Mal waren die Stufen gar nicht mehr schlimm, es ging ja runter. Am liebsten hätten sich die Schüler daneben runterkugeln lassen. Nach einem angenehmen Spaziergang ohne große Höhenmeter erreichten wir das Schutzhaus des SC Bodenmais, auch Chamer Hütte genannt.

Übernachtung auf der Chamer Hütte

Hier erhielten wir ein nahrhaftes Bergsteigeressen, Nudeln mit Hackfleischsoße, und übernachteten auch dort oben. Wir hatten uns in auf sechs Zimmer aufgeteilt und bis zur Nachtruhe war es auch noch richtig lustig im Gemeinschaftsraum und in den Zimmern.

Nach dem Aufwachen gegen halb sieben und der Morgenwäsche wurde erst mal richtig schön gefrühstückt. Die Schüler haben es richtig genießen können.

Entlang des Höhenkamms durchs Auerhahn-Schutzgebiet

Anschließend füllten wir unsere Vorräte mit einem Lunchpacket auf und machten uns auf den Weg über die drei kleinen Gipfel des Arberkamms zur Schareben. Zunächst bestiegen wir den kleinen Arber, bei dem man noch gut die Sturmschäden und Windwürfe vor 20 Jahren sehen kann, die für eine tolle Aussicht sorgen und für eine viel vielfältigere Pflanzenwelt. Von hier aus ging es steil bergab und wieder sanft hinauf auf den Enzian, wo wir Infotafeln zu den Gesteinen gelesen haben.

Achtsamkeitsübung „Fotoapparat“

Dann wanderten wir weiter zur Heugstatt. Hier spielten „Fotoapparat“, eine Partnerübung, die hilft, dass man sich Ausschnitte aus der Natur mal ganz genau anschaut und versucht mit genauen Worten zu beschreiben. Das war lustig. Am Ende unseres zweiten Wandertages kamen wir zur Schareben, einer Hütte mit großem Spielplatz. Wir aßen erst mal Currywurst mit Pommes und tobten dann noch. Soviel Energie hatten wir natürlich noch. Von hier holte uns ein Bus ab und brachte uns zum Bahnhof von Bodenmais, damit wir wieder mit dem Zug heimfahren konnten.

Insgesamt hat es allen gefallen. Es war für uns der beste Ausflug seit langem. Zuhause verarbeiteten wir unser Eindrücke entweder in kleinen Infobüchern oder in Berichten, je nachdem was man lieber mag. Wer mehr wissen will, kann uns am Samstag, 14. Juli von 11 bis 17 Uhr bei unserem Grillfest besuchen und fragen. Wir freuen uns!

Text: MH und Korbinian Z., Bilder MH

Waldjugendspiele 2018

Am Donnerstag, den 14.06.2018 war es wieder so weit und es hieß für 34 Mädchen und Buben der 3. Jahrgangsstufe der Montessorischule Landau an der Isar: Auf zu den Waldjugendspielen nach Dingolfing, die jährlich durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) aus Landau a. d. Isar unter der bewährten Mithilfe von Waldorganisationen und ehrenamtlichen Helfern ausgerichtet werden.

 

Aufgeteilt in zwei Gruppen machten sich die Schüler gemeinsam mit Lehrerin Julia Hammerer und Forstpaten Martin Dickgießer, selbst Förster und Papa zweier Montessorikinder sowie Montessorivorstand, sowie mit FAB Susanne Greifenstein und Forstpaten Florian Stadler von der Forstbetriebsgemeinschaft Aitrach-Isar-Vils mit seiner treuen Begleiterin Hündin Emmi auf eine spannende, informative und abenteuerliche Wanderung durch den Dingolfinger Stadtwald. Gleich zu Beginn wurden die Gruppen von Robin Hood höchstpersönlich überrascht, der die Schüler/innen, nachdem sie sich von ihrem ersten Schreck erholt hatten, willkommen hieß und sie bat für ihn Goldnuggets zu sammeln indem sie den Wissens- und Geschicklichkeitsparcours erfolgreich absolvierten. Traditionsgemäß werden diese Goldnuggets am Ende in bares Geld umgewandelt und einem guten Zweck zugeführt.

 

Die Schüler erfuhren sehr viel Wissenswertes, über Pflanzen und Tiere des Waldes, durften sich im Aufbau eines Dachstuhls üben, hangelten sich auf einem Kletterbalken aneinander vorbei ohne sich dabei gegenseitig in die Tiefe zu stürzen, ließen sich von den Rittern des Waldes mit der Motorsäge Kunstwerke aus Baumstämmen fertigen. Konnten ihr Wissen über die heimischen Bäume und das Leben im Wald an einer Quiz- und Fühlstation unter Beweis stellen und vieles mehr. Über allem stand das Motto: Einer für alle und alle für einen!

 

Müde aber glücklich kamen die Mädchen und Buben, nach ca. drei Stunden Aufenthalt im Wald, am Ausgangspunkt der Rundtour an. Jeder einzelne wurde von Robin Hood mit einer Medaille aus Holz geehrt und machte sich stolz auf den Heimweg.

Wieder im Schulalltag angekommen bot der Ausflug für den einen oder anderen ein spannendes Freiarbeitsthema. So entstand in der Klasse B unter anderem folgender Bericht:

 

Am 14.06.2018 fuhren die 3. Klässler mit dem Bus der Montessori Grundschule nach Dingolfing zu den Waldjugendspielen. Der Ausflug begann um 08.00 Uhr morgens und endete um 12.45 Uhr. Als wir angekommen sind, machten wir zuerst ein Gruppenfoto. Im Wald sahen wir Robin Hood, der uns nach Hilfe fragte. Mit Freude halfen wir ihm, sein Lager fertig zu bauen. Zuvor wurden verschiedene Spiele gespielt. Der Ausflug hat mir gefallen.

Text: S. Greifenstein

Bilder J. Hammerer und Chr. Unrau

Radltag

Die Stadt Landau lud alle Kindergärten und Schulen ein, an der Kunstrad-Aktion anlässlich des 1. Landauer Radltages am 01.07.2018 hier in Landau teilzunehmen. Natürlich haben wir, das Montessori Haus für Kinder, die Montessori Grundschule und die Montessori Hauptschule, uns gleich ins Zeug gelegt und mit vereinten Kräften drei „Kunsträder“ kreiert.

Ganze 29 Räder sind seit einigen Wochen über die Stadt verteilt und können bewundert werden. Einige habt Ihr sicherlich schon entdeckt! Wer einen Überblick über alle 29 Räder bekommen möchte, kann sich diesen auf der Internetseite der Stadt Landau verschaffen.

 

 

Die schönsten drei Kunsträder werden am 01.07.2018 auf dem Ersten Landauer Radltag, der auf dem Messegelände gleich neben dem Volksfestzelt stattfindet, prämiert, von 10.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr können alle Besucher abstimmen. Natürlich erwartet uns an diesem Tag ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Also, nichts wie hin auf den Ersten Landauer Radltag und natürlich Abstimmen nicht vergessen. Es wäre doch schön, wenn die Montessorigemeinde auf dem Siegertreppchen landen würde!

 

Homepage-Macher wechseln

Liebe Eltern, liebe Vereinsmitglieder, liebe Interessierte,

nach über zwei Jahren Umgestaltung und Arbeit an unserer Homepage übergebe ich nun die Redaktionsarbeit.

Überfällige Umgestaltung ab 2016

Seit dem Frühjahr 2016 gestaltete ich aktiv die Homepage unserer Montessori-Gemeinschaft. Eine Elterninitiative hatte mich ins Boot geholt. Gemeinsam mit meiner Vorgängerin Frau Klein gelang dann eine Neugestaltung, die mit einem sogenannten „responsive design“ die Darstellung auf Handy und Tablett berücksichtigt. Mit viel Vertrauen von Schulleiter Herr Ecker gestaltete ich daraufhin die Menüs und die Hauptseite mehrmals neu und durfte dabei viel über WordPress und html lernen. Im Vordergrund stand meist der Wunsch der Eltern nach vielen Bildern und einfacher Nutzung. Die Hauptarbeit war dann die Pflege der Seite und die Veröffentlichung von PR-Beiträgen aus allen Lerngruppen. Nebenbei investierte ich noch viele Stunden in die Optimierung des Zugangs für die verschiedensten Nutzerprofile.

Die Arbeit mit Bild und Text hat mir stets Freude gemacht. Und in meinen Artikeln für meine Klasse werde ich das auch weiter pflegen. Doch nun ist es an der Zeit, dass andere die Chance ergreifen, bei der Gestaltung der gesamten Homepage aktiv und kreativ zu sein!

Dank an Helfer

Danken möchte ich dabei vor allem Frau Ildiko B., die mich als Monte-Mutter weit über ihre Elternarbeitsstunden hinaus entlastete. Außerdem danke ich Jane R. (Buchengruppe), die sich freiwillig in die Materie einarbeitete, um für das Haus für Kinder und den Hort die online-Arbeit übernehmen zu können.

Homepage darf nicht unterschätzt werden

Die Homepage ist für die meisten von uns eine zentrale Informationsquelle und bietet mit den vielen Bildern tolle Eindrücke unserer Montessori-Arbeit. Zusätzlich ist sie für fast alle Interessierten die erste Anlaufstelle und damit der erste Eindruck, der bleibt. Gemeinsam mit meinen online-Mitstreiterinnen ist uns hier schon viel Verbesserung gelungen. Toll wäre, wenn diese Entwicklung weitergehen würde. Meinen Nachfolgern wünsche ich dafür viel Elan und Esprit!

Auf geht’s!

Martin Hammerer

(Montessori-Lehrer)

Maibaum zurückgebracht und Auslöse gefeiert!

Das Titelbild zeigt den Button, den alle Montessori von Lebenshilfe-Lehrer Torsten Kölbl verliehen bekamen. Tolle Geste!

Einladung: Alle Montessoris sind herzlich eingeladen, am 5.5.2018 ab 10 Uhr an die Lebenshilfe-Schule (Marienhöhe) zu kommen, um mitzufeiern und beim händischen Aufstellen des Maibaumes mitzuhelfen.


Leberkäse, Gummibären und Rosen – eine wunderbare Auslösefeier

(Text LNP, 2.Mai 2018) Maibaumaufstellen ist in Niederbayern Tradition, der Diebstahl des Stammes ebenso. Heuer hat zum ersten Mal auch die Montessori-Schule einen Maibaum geklaut – und zwar von der Lebenshilfe (LNP berichtete). Um den Baum wieder auszulösen, gab es für beide Schulen ein Leberkässemmel-Essen.

13 Meter lang ist der Baumstamm, den die Familie Hingerl gestiftet hat. Mit den Lehrern Martin Hammerer und Sven Hönicke von der Montessori-Schule sowie Thorsten Kölbl und Heilerziehungspfleger Thomas Stelzer von der Lebenshilfe trugen 40 Schüler den Baum von der Montessorischule, in dessen Pausenhof sie den Masten deponiert hatten, die Marienhöhe zur Lebenshilfe hinauf, wo weitere 30 Schüler warteten. Bereits vergangenen Mittwoch hatten die Schüler der Montessori-Schule den Baum gestohlen.


Lebenshilfe Landau löst Maibaum aus

Video von  Birgmann/Hies (LNP)

Video auf Youtube: „PNP – Maibaum kehrt zurück!“

Maibaum gestohlen und wieder ausgelöst!

„Der Baum ist weg!“ – „Schon wieder?“

Da staunten die Schülerinnen und Schüler und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe-Schule nicht schlecht, als sie ein Foto von „ihrem“ Maibaum erreichte. Dieser lag nicht mehr im Erdgeschoss der Halle – dort hatte ihn die Klasse MS 2 versteckt, die den Maibaum quasi bereits schulintern geklaut hatte, sondern war umringt von stolzen Schülerinnen und Schülern der Montessori-Schule Landau.

Klasse 5/6 klaut Maibaum der Lebenshilfeschule

Die Klasse 5/6 der Montessori-Schule hatte den Maibaum der Lebenshilfe-Schule mit ihrem Lehrer Martin Hammerer in einer Muskelschmalz-Aktion von der Marienhöhe bis in ihren eigenen Schulhof getragen. Am Parkplatz in der Frammeringer Straße musste per Telefon die 9. Klasse als Unterstützung gerufen werden. Mit vereinten Kräften gelang es schließlich, den Baum auf den Schulhof zu tragen, wo sofort ein Siegerfoto geschossen wurde. (Hier klicken für den Bericht aus Montessori-Sicht.)

Zähe Verhandlungen um Rückgabe

Dieses Foto nun fand sich am Schwarzen Brett der Lebenshilfe-Schule wieder. Am Vormittag traf dann eine Delegation der Montessori-Schule ein, um in Verhandlungen zu treten. Die Berufsschulstufe mit Lehrer Thorsten Kölbl und Schulleiter Jürgen Horn sahen sich zähen Partnern gegenüber. Nur mit dem Argument der Berufsschulstufe, beim schweren Rücktransport zu helfen, konnte ein Kompromiss erzielt werden.

Rückkehr und Auslöse-Feier am Mittwoch 2. Mai

Und so wird kommenden Mittwoch der Maibaum auf vielen Schultern verteilt seine Rückreise durch die Bergstadt antreten bis auf die Marienhöhe. Die Lebenshilfe Dingolfing-Landau lädt nämlich als Auslöse die Klasse 5/6 der Montessori-Schule und die beteiligten Schüler der Lebenshilfe-Schule zu einer kleinen Brotzeit ein. Auch die Helfer aus der Klasse 9 werden nicht vergessen und werden nach den Quali-Prüfungen ins Schülercafé der Lebenshilfe-Schule eingeladen. Außerdem waren 4 Eimer Gummibärchen für die Grundschüler und 3 Rosen für die Sekretärinnen Teil der Forderung, auf die Schulleiter Jürgen Horn einging.

Tradition besagt, man soll mithelfen den Baum aufzustellen

Die Schüler der Montessori-Schule versprachen im Gegenzug aber, zahlreich auf dem Schulfest der Lebenshilfe-Schule am 5. Mai zu erscheinen und beim Aufstellen des Baumes ab 10 Uhr zu helfen.

(Text: Thorsten Kölbl, Lebenshilfe-Lehrer, Fotos: Montessori&Lebenshilfe)

 

Klasse E und 5/6 am Residenz-Theater und im Jagd-&Fischerei-Museum in München

Pompöses Schauspiel und modernes Museum

 

(Landau/Dingolfing) „Du schimpfst über Deinen Hut, dabei ist Dein Kopf schuld!“ – Mit vielen solchen quatschigen Sprüchen aus Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ wurden die Montessori-Schüler der Klasse E (1-4) und der Klasse 5/6 konfrontiert, als sie am vergangenen Montag die letzte Inszenierung des preisgekrönten Theaterstücks am Münchener Residenztheater besuchen durften. Montessori-Lehrkraft Julia Hammerer hatte glücklicherweise die letzten Karten des dauernd ausverkauften Schauspiels ergattert.

Spannender Straßenverkehr

Schon früh morgens bestieg man in Landau den Bus und holte in Dingolfing West noch weitere Montessori-Schüler ab. Trotz einer halben Stunde Puffer im Vergleich zum Vorjahr sorgte der Verkehr für knisternde Spannung, ob man es rechtzeitig, bevor die Türen des Theaters sich schlössen, überhaupt schaffen würde. Und erneut hatte man Glück: Anderen Schulklassen aus Bayern ging es genauso, die Organisatoren hatten Verständnis und so begann die Vorstellung wenige Sekunden nachdem die Kinder ihre Plätze eingenommen hatten. „Es war super, wir mussten gar nicht warten!“, meinte danach eine Schülerin.

Kindervorstellung im legendären „Resi“

Zum ersten Mal in einem echten, großen Theater!

Das Schauspiel selbst begeisterte seine fast 1000 kindlichen Zuschauer vor allem mit einer pompösen Inszenierung. Alle Register der Bühnentechnik wurden gezogen. Figuren versanken im Boden oder wurden plötzlich emporgehoben. Die Grinsekatze erschien per Beamer in einem riesigen Bilderrahmen, das sprechende Ei Humpty-Dumpty schwebte an Drahtseilen herein und im Bühnenrauch gelang eine Vielzahl von Illusionstricks, die nötig waren, um Alice’ dauernde Größenänderungen darstellen zu können. Die volle Meisterklasse zeigte das Münchener Theaterhaus mit der musikalischen Begleitung durch vier Musiker, die live nicht nur die Musical-Stücke von Felix Müller begleiteten, sondern auch das reguläre Spiel mit verrückten Sounds untermalten.

Nonsens um Alice

Die Geschichte selbst ist bekanntermaßen Nonsens, sprich ein totales Durcheinander von möglichst großem Quatsch. Alice folgt dem weißen Kaninchen, das immer spät dran ist. Sie müht sich im Raum der hundert Türen ab, durch die kleinste ins Wunderland zu gelangen. Weil das nicht klappt, flutet sie mit ihren Tränen den Saal und schafft es durch das folgende Chaos dann doch. Dabei lernt sie die verrückten Bewohner kennen. Die trotteligen Zwillinge Dideldidum und Dideldidei, den irren Hutmacher, die unsichtbare Grinsekatze, die rauchende Raupe und viele andere. Am Ende hat Alice es mit der zynischen Herzkönigin zu tun, die sie erst besiegen kann, als sie aufhört, das Normale zu erwarten, und statt dessen anfängt, die absurde Logik der verrückten Bewohner und ihrer Königin vollends ad absurdum zu führen.

Fantasie als Widerstandskraft

Mit der Herzkönigin im Foyer des Resi!

Regisseurin Christina Rast arbeitete den Roman zum Theaterstück um und konzentrierte sich dabei auf Themen, die dem Kinderpublikum auch heute noch nach über 150 Jahren etwas zu sagen haben. „Kindern wird ja oft vermittelt, dass sie für bestimmte Dinge zu alt oder zu groß, für was Anderes dann wieder zu klein sind. Ich glaube, dass Kinder öfter unterschätzt werden.“, meinte die Regisseurin in einem Interview. Da helfe nur unglaublich viel Fantasie und Humor, um die Dinge, so wie sie angeblich seien, nicht so ernst zu nehmen. Das leuchtet vor allem den kreativen und empathischen Montessori-Schülern ein, dass man alles auch einmal anders herum denken sollte, bevor man sich für einen Weg entscheidet. Manchmal sind die Wege durch einen unscheinbaren Kaninchenbau dann doch die spannenderen.

Pause im Hofgarten

Zu Mittag im Diana-Tempel

Nach diesem Feuerwerk an Sprache, Kostümen und Bühnenkunst begaben sich die Montessori-Klassen einmal um die Residenz herum in den schönen Hofgarten, um im Dianatempel mittägliche Brotzeit zu machen. Dabei erfuhren Sie von Montessori-Lehrer Martin Hammerer ein paar historische Kuriositäten um König Ludwig II., der sich so sehr Elefanten in seinem Palmenhaus auf dem Dach der Residenz gewünscht hatte. Die Herzkönigin lässt grüßen.

Jagd- und Fischereimuseum

Anschließend marschierten die Kinder in zwei Gruppen zum zweiten Highlight, dem Jagd- und Fischereimuseum. Fast ein jeder kennt dessen bronzene Maskottchen, den Waller und das Wildschwein, die vor seinen Toren in der Münchener Fußgängerzone stehen – doch nur wenige besuchen es je. Aber es lohnt sich! Die Schüler waren begeistert, als sie in mehreren Stockwerken die Lebenswelt unserer bayerischen Wildtiere erkunden durften. Die Klasse E hatte sich in den Wochen zuvor intensiv mit Vögeln beschäftigt, die Klasse 5/6 mit der Fabel und deren Tieren. So passte das Museum trefflich zum Unterricht und rundete den Tag ab.

Liebevolle Dioramen im Jagd- und Fischereimuseum

Ausgewählt wurde es auch deshalb, weil es neben beindruckenden Sammlungen von Gegenständen der Jagd auch mehrere hochmoderne Räume bietet. So konnten die Montessorikids mit Chipkarten die Tiere in großen Dioramen zum Sprechen bringen oder verschiedene Quiz-Formate aktivieren. „Das ist wirklich liebevoll gemacht und auf eine ganz kindgerechte Weise unaufgeregt!“, meinte Roswitha Brüggemann, Zweitkraft der Klasse E. Am beliebtesten bei den älteren Schülern war neben dem ausgestopften Streichelzoo der Bereich der heimischen Unterwasserwelt. Hier ist der Raum so gestaltet, dass man sich am Grund verschiedener deutscher Gewässer wiederfindet. Kiesel sind in den Kunststoffboden eingelassen, das Licht bläulich gedimmt, an der Decke die Unterseiten von Schiffen. Sven Hönicke, Zweitkraft der 5/6, zeigte sich von dieser Abteilung sichtlich begeistert. „Mit Hilfe der vielen Tabletts und der anderen Stationen zum Anfassen is’ es möglich die Welt der Fische zu ‚be-greifen’, wie wir Montessori-Lehrer es uns wünschen“. Noch Stunden hätte man sich hier auf spannende Weise weiter informieren können.

Ein Tag voller Spektakel und Wissens-Feuerwerk

So trennten sich die Montessori-Schüler nur schwer von diesem tierischen Haus des erlebbaren Wissens. Und niemanden wunderte es, als schon auf der Heimreise unter den Kindern und unter den Lehrkräften darüber spekuliert wurde, welches Stück und welches Museum es denn im nächsten Jahr sein werden.

 

 

Eilmeldung: Montessori-Mittelschule stiehlt Maibaum der Lebenshilfe-Schule

Die Klasse 5/6 schleppte den Baum mit purer Körperkraft von der Marienhöhe bis zum Frammeringer Parkplatz. Dann waren die Energien – vor allem der beiden Lehrkräfte Sven Hönicke und Martin Hammerer – leider erschöpft. Krise! Die Stimmung am Tiefpunkt! Droht die Aktion zu scheitern?

Die Rettende Idee war die Hilfe der Sport-Quali-Jungs! Die kernigen Herren der 9. Klasse wurden per Telefon verständigt. Nach wenigen Augenblicken rückten sie als Unterstützung an, um den gewichtigen Maibaum auf das Schulgelände der Montessori-Schule zu tragen.

Dort posierten alle Diebe gerne vor ihrer Beute!

Nun sind alle Träger gespannt auf ihre Auslöse! Juchhe!

E-Klasse erforscht die Heimat des großen Brachvogels

Kinder lernen den besonderen UrEinwohner kennen

Die Klasse E der Montessori Schule mit ihrer Lehrerin Julia Hammerer und der pädagogischen Zweitkraft Roswitha Brüggemann sowie Sabine Hagn und Manfred Röslmair vom Landschaftspflegeverband Dingolfing-Landau erkundeten den Lebensraum des Großen Brachvogels. Nicht nur aus Büchern die Natur kennenzulernen, sondern sie mit all ihren aufregenden Facetten zu erleben, ist ein Anliegen des Landschaftspflegeverbandes Dingolfing-Landau. Dies setzt der Verband insbesondere im Rahmen des Projektes Bayerns UrEinwohner 2018 um. Bayerns UrEinwohner ist eine Kampagne der Bayerischen Landschaftspflegeverbände unterstützt vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Klassenzimmer und Mooswiesen

Bevor es in den Lebensraum des Großen Brachvogels ging, wurden die Schüler durch eine Präsentation im Klassenzimmer über ihren UrEinwohner informiert. Dabei wurde deutlich, dass viele Schüler gar nicht wissen, dass ihr Landkreis diesen tollen UrEinwohner beherbergt.  Zusammen mit der Projektverantwortlichen, Sabine Hagn, ermittelten die Schüler eifrig das Aussehen, die Lebensweise und den Lebensraum des Großen Brachvogels. Anhand der Präparate des Großen Brachvogels
und des Kiebitzes konnten die Kinder dann das Vermittelte noch hautnah betrachten.

 

Wiesenbrüter live beobachtet

Nach einer kurzen Stärkung machten sich die Schüler gespanntper Bus auf den Weg ins Ettlinger Moos. D
ort wurden sie bereits vom Wiesenbrüter-Gebietsbetreuer, Herrn Manfred Röslmair und von Frau Sabine Hagn erwartet. Zur Einführung mussten die Kinder die Augen schließen und den Geräuschen der Umgebung lauschen. Zusammen mit  Herrn Röslmair ordneten die Kinder die Rufe dann den entsprechenden Vögeln zu. Auch bei der nächsten Station waren die Sinne der Kinder gefragt. So galt es eine Pinzette in einem Säckchen zu ertasten. Die Schüler waren sich schnell über den Inhalt einig und stellten auch gleich fest, dass die Pinzette  wie der Schnabel des Brachvogels funktioniert und was dieser damit alles fressen kann.

Pinzetten-Schnabel als Besonderheit

Den Kindern wurde auch vermittelt, was jeder Einzelne von ihnen beitragen kann, damit der Lebensraum der Wiesenbrüter störungsfrei erhalten bleibt. Anschließend machten sich alle Beteiligten, ausgestattet mit Ferngläsern und Spektiven auf Vogelsuche. Nach kürzester Zeit konnten die ersten Kiebitze und Brachvögeldurch das Spektiv genau in Augenschein genommen werden. Herr Manfred Röslmair wusste zu jedem Vogel eine Besonderheit, die die Schüler sicher nicht so schnell vergessen werden.

Montessori-Kinder als Brachvogel-Experten

Dieses Wissen liefert den Kindern eine gute Basis für die Erstellung ihres eigenen Dioramas des Brachvogel-Lebensraumes (Lebensraum im Schuhkarton). Als „Brachvogel-Experten“ nehmen sie damit am Wettbewerb „Schaffe dem Brachvogel eine Heimat“ teil, den der Landschaftspflegeverband durchführt. Die schönsten Diorama-Exemplare werden im Sommer im Landratsamt Dingolfing-Landau ausgestellt.

Umweltbewusstsein für unsere Zukunft und die Zukunft der wilden Tiere unserer Heimat

Frau Hammerer und Frau Brüggemann bedankten sich am Ende des erlebnisreichen Vormittages für die Aufmerksamkeit der Kinder und bei Sabine Hagn und Manfred Röslmair für ihr großes Engagement. Die Schüler werden künftig ihren Landkreis und den Lebensraum Ihres UrEinwohners mit ganz anderen Augen betrachten. Die Mitarbeiter des Landschaftspflegeverbandes bedankten sich bei den Lehrerinnen für das Ermöglichen des naturnahen Schulunterrichts und für ihre Unterstützung.

 

Klasse 7 der Montessorischule Landau besucht Rathaus

Die 7. Klasse besuchte im Rahmen des GSE-Unterrichts mit ihrem Klassleiter Herrn Grauham das Rathaus in Landau. Der 1. Bürgermeister selbst, Herr Dr. Steininger, führte die Klasse durch das Rathaus und erklärte die einzelnen Referate.

Bilder: Der Bürgermeister beantwortet noch ausstehende Fragen der Klasse in seinem Amtszimmer.