GPA 2015 – Designerleuchte oder Retro-Fahrrad: Schüler präsentieren stolz ihr Werk

 Auf dem Weg zum Montessori-Abschluss bildet die „Große Praktische Arbeit“ eine wichtige Etappe – Festakt in der neuen Aula

Landau. Aus einem alten Dachbalken eine Stehleuchte designen oder Opas verstaubtes Fahrrad restaurieren – die Achtklässler der Montessori-Schule bewiesen mit ihrer „Großen Praktischen Arbeit“ Geschick und Kreativität. Nach individuellen Neigungen hatte sich ein jeder der acht Schüler eine handwerkliche Aufgabe gesucht wurde dabei von einem erwachsenen Mentor beraten. Die fertigen Werkstücke durften die Schüler nun ihren Gästen aus Politik, Wirtschaft und Schulfamilie präsentieren – und dabei gleichzeitig die neue Aula im Schulgebäude an der Fleischgasse „einweihen“. Schließlich war es die erste große Veranstaltung in den frisch bezogenen Räumen.

Eine Premiere feierte die Landauer Montessori-Schule auch mit der „Großen Praktischen Arbeit“ an sich: Denn dies sind heuer die ersten Montessori-Absolventen der Landauer Schul-Geschichte. Die Hauptschule befindet sich gerade noch im Aufbau.

Ihren qualifizierenden Mittelschul-Abschluss werden die Jugendlichen freilich erst nächstes Jahr erwerben, einige von ihnen dann die Mittlere Reife im Jahr darauf. Die „GPA“ als wichtigen Bestandteil des Montessori-Abschlusses haben sie bereits jetzt erledigt. „Dann können sie sich in der 9. Klasse auf ihren Quali konzentrieren“, erklärt Lehrer Ingo Grauham, Klassleiter der 7./8. Klasse und verantwortlicher Betreuer der GPA.

Er und in der „heißen Phase“ der Vorbereitung auch sein Kollege Martin Hammerer standen den Schülern beratend zur Seite. Ziel war es, den Zuhörern beim Festakt auf anschauliche und unterhaltsame Weise zu erklären, wie ihre Werkstücke entstanden waren. Und das ist den Achtklässlern auch gelungen.

Bürgermeister Armin Schrettenbrunner bezeichnete die Schüler als „Pioniere dieser Projektarbeit“ und zollte ihnen Respekt dafür, dass sie sich einer besonderen Herausforderung gestellt hätten. Mächtig stolz war auch Schulleiter Klaus Ecker, der zusammen mit Ingo Grauham die Zertifikate aushändigte.

Doch nun zu den praktischen Arbeiten:

Max Falke hat aus einem alten Dachbalken und einem IKEA-Lampenschirm eine Designerleuchte gebaut. Das fertige Werkstück gefiel den Gästen so gut, dass der 14-Jährige aus Wallersdorf damit in Serie gehen könnte.

Mit dem Schweißapparat können Sven Aigner aus Simbach und Jonas Meier aus Dingolfing schon ganz gut umgehen. Die beiden haben sich überlegt, aus Metall ein Kunstwerk zu schweißen – jeder für sich, denn das ist das Ziel dieser Prüfungsform: dass die Schüler möglichst selbständig arbeiten.

Über den Beitrag von Luisa Edenharder freuten sich die Gäste bei der Präsentation besonders: Die 14-Jährige aus Trieching hatte eine Torte gebacken, die natürlich auch probiert werden durfte. Mit Rührteig und grün gefärbter Zuckermasse kreierte die geschickte Nachwuchs-Konditorin eine Höhle, wie man sie aus der Hobbit-Verfilmung kennt.

In den Osterferien hat Jessica Gaist (14) ihre Große Praktische Arbeit erledigt. Vier Tage, von früh bis spät, stand sie in der Werkstatt und restaurierte Opas altes Fahrrad. Erst musste sie es komplett zerlegen, dann die Einzelteile schleifen, lackieren und schließlich wieder zusammenbauen. Aus dem beigefarbenen Radl ist ein blau-schwarzes Retro-Bike geworden.

Ein Faible für Geschichte hat Wolfgang Betz – und sich deswegen überlegt, ein Katapult zu bauen, wie man es im Altertum schon zum Abschießen von Steinen verwendet hat. Dass die Wurfmaschine auch funktioniert, zeigte ein Video, das im familieneigenen Garten aufgenommen wurde.

Viel Arbeit und 42 Euro für Ersatzteile hat Felix Bergmann in ein altes „Hercules“-Mofa gesteckt. Jetzt läuft der Motor wieder rund – und die Chromverkleidung blitzt nach stundenlangem Schleifen und Polieren fast wie neu.

Einen echten Oldtimer hat auch Thomas Betz aus Kleegarten im familieneigenen Schuppen gefunden und wieder fahrtauglich gemacht: ein Mofa vom Typ „Solex“ aus dem Jahr 1975. Die Zündung musste neu eingestellt, ein Vergaser eingebaut und die Dichtungen ausgewechselt werden. Zum Schluss wurden noch Tank und Verkleidung gesäubert – nun läuft das Zweirad wieder einwandfrei. Der Achtklässler hatte Spaß bei der Arbeit, wie er erzählt. Er könnte sich durchaus vorstellen, in seinem späteren Beruf „was mit Motoren“ zu machen. Aber auch die Landwirtschaft reizt ihn. „Ich war heuer als Praktikant auf einem Bauernhof, das war richtig gut.“ Für einen Beruf hat sich Thomas noch nicht entschieden, eines weiß er aber ganz genau: das restaurierte Mofa wird er nicht fahren – „zu langsam“. Er will mit 16 lieber einen Motorradführerschein machen und sich eine „125er“-Straßenmaschine zulegen.

 

Fotos:

 

WRO Finale Dortmund 2015 – Ein Erlebnis fürs Leben!

Noch sind wir sprachlos. Das WRO Finale in Dortmund war für die 6 Schüler wirklich ein Erlebnis fürs Leben.

Ein paar Eindrücke:

Doppel-Erfolg: Robotik-AG zieht mit beiden Teams ins Deutschlandfinale der WRO ein!

Das war eine Überraschung! Beide Teams der Robotik-AG der Montessori-Schule Landau a.d. Isar haben sich für das Deutschlandfinale der World Robotic Olympiad (WRO) 2015 qualifiziert. Die sechs Schüler werden nun mit Ihrem Coach Martin Hammerer nach Dortmund zur nächsten Runde fahren!

Im Winter hatten die Schüler selbst die Initiative ergriffen und ihren Lehrer Martin Hammerer als Unterstützer gefunden. Gemeinsam warben sie in der Region bei technischen Firmen um Unterstützung, um sich die Roboter und die Anmeldegebühren leisten zu können. Pro Team hatte man 700€ kalkuliert. Doch diese erste riesige Hürde konnte man dank DEsoftware (Dingolfing) und CSP (Großköllnbach) stemmen und so hieß es von Februar bis Mai die eigentliche Aufgabe zu meistern: Die Aufgaben der WRO!

Durch die Unterstützung von Seiten des Schulleiters Klaus Ecker, war es den sechs Pionieren erlaubt, sehr viel Zeit in die Robotik zu investieren. Und nun zeigte sich, dass dies eine weitsichtige und erfolgreiche Entscheidung war.

Mehr Infos im Presseartikel:  Bericht Passau WRO Montessori V3

Montessori-Schüler beeindruckten beim Roboter-Wettbewerb

Montessori-Schüler beeindruckten beim Roboter-Wettbewerb

Am Samstag, den 25.04.2015, fand an der Realschule Niederviehbach der 2. Robotik-Wettbewerb der Realschulen des Landkreises statt, an der auch sechs Schüler der Montessori-Schule Landau teilnahmen. Mehrere Wochen hatte man an der Lösung der beiden Aufgaben getüftelt und wurde nun mit dem zweiten Platz belohnt.

Zunächst galt es den LEGO-Mindstorms-Roboter so zu konstruieren und zu programmieren, dass er auf der Landkarte der „Grünen Stadt“ ein Offshore-Windrad mittels eines Druckschalters in Gang setzen konnte. Präzision bei der Anfahrt, im Kurvenwinkel und beim Tastendruck waren nötig, um von der fachkundigen Jury aus Lehrern und Sponsoren Punkte zu erhalten. Daher wurden spezielle Sensoren und komplexere Programme eingesetzt. Diese Aufgabe meisterten alle drei Teams mit Bravour. Doch anschließend stieg die Schwierigkeit.

In der zweiten Aufgabe musste ein Solarmodul auf einem Häuschen platziert werden, was die Schüler bis ins Detail mit viel Fleiß vorbereitet hatten. Die Herausforderung hier war ein Hindernis, dessen Position erst während des Wettbewerbes bekannt gegeben wurde. Alle Teams hatten nun Zeit, ihre Roboter umzuprogrammieren, wofür man eigens Laptops und Spielfeldtische mitgebracht hatte. In einem Nebenzimmer tüftelte man kollegial mit den Teams der anderen Schulen und gab sich gegenseitig Tipps. Besonders der Zeitdruck sorgte jedoch auch für die große Spannung des Wettbewerbes, da die Montessori-Schüler zwar verschiedene Szenarien vorbereitet hatten, nicht jedoch die geforderte Position des Hindernisses.

Dennoch gelang es einem Team die Aufgabe perfekt zu lösen und so den zweiten Platz von neun zu ergattern. Die beiden anderen Teams teilten sich mit anderen auch noch den vierten Platz, sodass die Montessori-Schule Landau von den vier teilnehmenden Schulen den zweiten Rang belegte. Dieser Erfolg sicherte gleichzeitig 200€ zusätzliches Sponsorengeld der DE software GmbH für künftige Robotik-Projekte. Alle Schüler erhielten Urkunden und hochwertige Schokolade. Für die sechs Schüler waren die Platzierungen erfreuliche Nebensache, denn im Vordergrund standen die Begeisterung an der technischen Tüftelei und die aufregende Erfahrung des Wettbewerbes. Viel Zeit, um sich auf die Neuauflage im kommenden Jahr zu freuen blieb nicht, da sich die Montessori-Schüler bereits seit Montag mit aller Energie auf den regionalen Vorentscheid der internationalen World Robot Olympiade in Passau vorbereiten, dem man sich Mitte Mai stellen wird. Der Erfolg in Niederviehbach kam hier wie gelegen.