Auftakt zum Ehemaligen-Treffen

Gemütlicher Abend für Interviewte an der Montessori-Schule

Am Mittwoch, 21.März, waren einige zufällig ausgewählte Ehemalige in das Klassenzimmer der E-Klasse an der Montessori-Schule eingeladen, um gemeinsam einen gemütlichen Abend zu verbringen. Anlass waren zunächst kleine Interviews, die mit 20 Ehemaligen aus 20 Jahren geführt und dann veröffentlicht werden sollen, und für die auch Porträt-Fotos gemacht werden mussten. Doch aus diesem Pressetermin gestaltete das Alumni-Team um Ruth Jones einen gemütlichen Abend, mit Leckereien, schönen Erinnerungen und einer warmherzigen Stimmung.

Interviews und Fotos

Eine echte Eröffnung brauche es nicht. Alle Gäste kamen bei ihrem Eintreffen sofort mit den anderen ins Gespräch, sodass es Montessori-Lehrer Martin Hammerer schwer fiel die Gäste für seine Begrüßungsworte zu unterbrechen. Anschließend durften sich die Ehemaligen ganz nach den Prinzipien der Montessori-Pädagogik selbst ein Material auswählen, mit dem sie sich fotografieren lassen wollten. Dabei entstanden wunderbare Portraits, die wir bald in der Presse und in der Festschrift bestaunen werden dürfen.

Die alte Monte im Film

Um nocheinmal in die Zeit als Grundschüler einzutauchen, schaute man gemeinsam einen selbstgedrehten Info-Film zur Montessori-Schule am Schneiderberg von 2014, der bislang beim Elternabend der neuen Erstklasseltern zum Einsatz kam, nach dem Umzug jedoch leider veraltet ist. Für die Ehemaligen jedoch bot er schöne Einblicke in die gewohnten Räumlichkeiten und den geliebten Waldgarten.

Montessori-Sympathien

Anschließend setzte man den gemütlichen Teil an der großen Tafel fort. Frau Pertler, Pionier-Mutter und ehemalige Vereins-Kassierin, unterhielt alle mit herrlichen Anekdoten aus den Anfangsjahren und interessierten Fragen zur aktuellen Entwicklung. Darüber hinaus ergaben sich spontane Gespräche zwischen den Ehemaligen, die sich aufgrund des Altersunterschiedes zum Teil nicht gekannt hatten und hier nach ihrer Auskunft plötzlich mit ungeahnten Sympathien in Kontakt kamen. Der Geist von Montessori verbindet eben auch über die Schulzeit hinaus. Alle meinten, sie seien daher schon sehr gespannt auf das Treffen am 14. Juli, wenn es für alle Ehemaligen heißt:

„Wir bleiben Monte!“

In diesem Sinne unterschrieben die anwesenden Ehemaligen eine Art Gründungs-Papier unseres Alumni-Netzwerkes. Die Montessori-Gemeinschaft möchte mit allen Ehemaligen – ob Engagierte, Eltern oder SchülerInnen – in Kontakt bleiben. Denn gemeinsam können wir noch viel mehr Schönes erreichen!

Theater-Dinner „Stromkreise“ an der Montessori-Schule Landau

 

Köstlich speisen und dazu noch ein unterhaltsames Theaterstück verfolgen? Ein echter Ernstfall für die Kochschüler und gleichzeitig ein spielerisches Projekt! Das war die Idee von Kochlehrerin Jaqueline Schneider, die sofort Theaterpädagogin Christine Hötschel und Deutschlehrer Martin Hammerer mit ins Boot holte, um diesen Geistesblitz an der Montessori-Schule in die Tat umzusetzen.

Lange Vorbereitungen

Bereits seit Juli liefen Planungen im Hintergrund, denn es sollten doch hauptsächlich die Schüler sein, die diese Idee zu ihrem Projekt machen würden. Kurz vor den Herbstferien Ende Oktober präsentierte das Dreigespann den Schülern den Rahmen. „Weil im November ja der Weltklima-Gipfel in Bonn stattfindet, wollte ich unbedingt ein Umweltthema, um das Projekt dann im Unterricht auch kosmisch [=ganzheitlich, fächerübergreifend] vertiefen zu können.“, so Martin Hammerer, der auch die 5./6. Klasse leitet. Passend dazu hatte Christine Hötschel das Theaterstück „Stromkreise“ zum Thema Energiesparen entdeckt, das die Kids so begeisterte, dass sie noch vor Beginn der Probenwochen loslegen wollten. Und auch die Kochschüler entwickelten mit Hilfe von Jaqueline Schneider schon früh ihr elektrisierendes Menü in drei Gängen.

Zwei dichte Projektwochen

Doch die Hauptarbeit sollte in den beiden Wochen nach den Herbstferien geleistet werden. Die Schüler teilten sich in 5 Gruppen. Köche, Schauspieler, Bedienungen, Dekorateure und Bühnenbildner. Der übliche Stundenplan wurde auf Eis gelegt. Jeweils etwa den halben Schultag investierten die Schüler so ins Theaterdinner, die restliche Zeit nutzte man, um sich dem Thema „Elektrizität“ vielfältig auf montessorische Art anzunähern. Beispielsweise leiteten die zwei Schüler aus der 10. Klasse, Pascal Farkhou und Dario Fischer, alle ihre jüngeren Mitschüler an, wie sie Stromkreise und Schaltungen selbst aufbauen und die Leitfähigkeit verschiedenster Materialien von Holz über Kupfer bis zur Zitrone messen können.

Insgesamt hatten die Montessoris nur 10 Schultage Zeit. Dann sollte alles perfekt stehen. Die Bedienungen sollten professionell servieren, die Köche schmackhaft und auf den Punkt zubereiten. Die Aula und die Tische verlangten nach elektrisierendem Schmuck zum Anfassen, und spannende Kostüme sollten das Schauspiel komplettieren. Täglich trafen sich daher alle in Schichten und erarbeiteten sich aus der Text-Vorlage ihr eigenes Stück.

Elektrogeräte auf der Suche nach neuen Stromquellen

Darin geht es um das Energieproblem von sechs Elektrogeräten: Blue, der DVD-Player, feiert Geburtstag. Seine Freunde Toto, der Toaster, die Glühbirne Sabirne und Jimmy, die E-Gitarre sorgen für die richtige Partystimmung. Dafür ist eine Menge Energie notwendig: Sabirne strahlt aus voller Kraft, Jimmy rockt, was das Zeug hält und Toto bereitet die Snacks. Als die Stimmung gerade auf dem Höhepunkt ist, kommt es jedoch zum Kurzschluss! Was nun? Frischer Strom muss her – und zwar schnell!

Doch wo kommt der Strom eigentlich her? Alle Geräte springen kurzerhand in die Steckdosen und machen sich auf die Suche nach den Quellen ihrer Energie. Auf ihrer abenteuerlichen Reise erfahren sie, dass der Strom nicht einfach aus der Steckdose kommt, sondern aus verschiedenen Kraftwerksarten, wie Kernkraftwerken, Heizkraftwerken, aber auch erneuerbaren Quellen à la Wind, Wasser und Sonne, sowie die meist unbekannte Möglichkeit der Geothermie. Insgesamt erfahren die Zuschauer mit den Hauptfiguren so, warum ein verantwortungsvoller Umgang mit Strom wichtiger denn je ist. Dabei kommt das oft skurrile Stück ganz ohne erhobenen Zeigefinger aus.

Bürgermeister lobt die Montessori-Schule

Auch am Vorabend zum Bus und Bettag bot das Stück „Stromkreise“ einen erfrischenden Zugang zum brisanten Thema Energie. Zu den Gästen zählten Eltern und Verwandte aus den drei Häusern des Montessori-Vereins, Vertreter der Vorstandschaft und auch der zweite Bürgermeister Xaver Hagn, der besonders herzliche Grüße der Stadt Landau überbrachte.

Die Aula hatten die Schüler gemäß den Kapazitäten von Küche und Bedienung für nur 48 Zuschauer an sechs Tischen aufbereitet. Hier zeigte sich die besondere Leistung von Werklehrkraft Marianne Hobelsberger, die den Schülern ermöglicht hatte, nicht nur zwei begehbare Steckdosen zu bauen, sondern auch für jeden Tisch die passenden Utensilien zu basteln, damit die Zuschauer in typisch montessorischer Art mitmischen konnten. Sie durften zu allen Kraftwerksarten tätig werden: Atomfässer stemmen, Öllichter entzünden, Wasserräder benetzen, Windräder anpusten und Lichtstrahlen einfangen.

Kulinarische Genüsse ergänzen das Schauspiel

Und dazu durfte das Publikum auch noch ein dreigängiges Menü genießen, bei dessen Zutaten man keine Kosten gescheut hatte, um Qualität liefern zu können. Damit die Schüler bei der Umsetzung lernen konnten, wie Profis arbeiten, hatte man sich mit Sieglinde, Alexandra und Manuel Fußeder solche auch ins Haus geholt. Als Vorspeise vor der zweiten Szene boten die Kochschüler gefüllte Teigtaschen im Ruccola-Bett mit Sauerrahmdip auf. Nach Szene 4 folgte ein rosa gebratenes Schweinefilet auf Pesto-Nudeln, dazu frisches Marktgemüse als Hauptspeise. Und noch vor dem theatralen Finale krönte ein Duo vom Schokoladen-Mousse in einer goldenen Honighippe samt frischen Beeren den kulinarischen Abend.

Schüler feierten ihre Leistung

Am Ende hatten sich alle Montessori-Schüler – ob Schauspieler, Bedienung, Koch, Techniker oder Dekorateur – einen kräftigen Applaus verdient. Sie feierten ihren Erfolg bei dieser herausfordernden Premiere ausgiebig und bedankten sich bei ihren Lehrern mit kleinen Präsenten. Auch Schulleiter Klaus Ecker dankte allen Helfern persönlich und gratulierte den Schülern zu dieser großartigen Leistung, die noch in der Schulgemeinschaft gebührend gefeiert werden solle.

(Text/Bilder: Martin Hammerer)

 

 

 

 

 

HipHop an der Monte

Pure Lebensfreude  beim Posen und Shuffle!

Tanzen macht Spaß, weckt Emotionen, regt die Kreativität an, beansprucht den ganzen Körper. Durch die freudige Bewegung verbessert sich die Konzentrationsfähigkeit und das Selbstbewusstsein.

Um diese Kraftquelle anzuzapfen, holte auch in diesem Jahr Theaterpädagogin Christine Hötschl den professionellen HipHop Tanzlehrer Patrick Weißbrodt an die Montessori-Schule. Mitmachen durften heuer neben den Mittelschülern von der 5. bis zur 10. Klasse auch die ältesten Grundschüler aus der 3. und 4. Klasse.

In drei Tanzstunden über drei Schultage verteilt lernten die Schüler jeweils eine eigene Choreografie. Vor allem bei den älteren Schülern bewies Patrick Weißbrodt wieder seine Motivationkünste, indem er alle Peinlichkeiten durch seine coolen Sprüche wegwischte und für puren Spaß der Jugendlichen sorgte.

„An diesen Tagen herrscht eine ganz besondere Atmosphäre. – Man spürt den Zusammenhalt, die Begeisterung, die Energie und Lebensfreude, die sich nach der Tanzstunde auch ins Klassenzimmer und auf den restlichen Schultag überträgt!“, berichtete Schulleiter Klaus Ecker.

Nach dieser besonderen Übungszeit durfte eine Aufführung vor Publikum natürlich nicht fehlen. Dabei ernteten die tanzenden Kids tosenden Applaus von ihren Mitschülern und Lehrern. Und so träumen viele schon wieder von einer Fortsetzung im nächsten Jahr.

(Bilder: CH / Text: CH&MH)

Wie ist es blind zu sein? – CBM Aktionstag mit Spendenübergabe

Bereits am 11. Oktober fand an unserer Montessori-Schule in den Klassen 4 bis 8 ein Aktionstag zum Thema „Blindheit“ statt. Anlass gab die Spendenübergabe der SMV. Beim letztjährigen Spendenlauf hatten Eltern 2100€ gespendet, wovon 700€ an das Montessori-Haus für Kinder gingen und 1400€ für die Hilfsorganisation cbm (Christoffel-Blinden-Mission) vorgesehen waren (Siehe #Spendenlauf in unserer Schlagwörterwolke auf der Startseite). Aus einer Marktaktion der Klasse 5/6 unter Leitung von Dagmar Kraus kamen weitere Spendengelder.

Die außergewöhnliche Höhe unserer Spende bewog die cbm ein Team mit ihrem speziellen Blindheits-Erlebnismobil extra vorbeizuschicken. Folglich gestaltete man gemeinsam einen Aktionstag zum Thema „Blindheit“. Ein besonderes Highlight war auch die Anwesenheit von Walter Bichelmeier, der selbst blind ist und den Schülern alle Kinderfragen beantwortete.

Presseartikel der LNP vom 12. Oktober 2016

Quelle: Landauer Neue Presse, Artikel vom 12. Oktober 2016

 

 

In den Ferien bringen sie sich Mut bei – Bericht zum Theater-Workshop „Herbstspiel“

Landau. Kleine Körper machen sich groß, Hände stemmen sich in schmale Hüften, der Bizeps wird in Bodybuilder-Pose angespannt und Fäuste in die Höhe gereckt. Zwölf Kinder zeigen mit weißen Masken auf den Gesichtern, wie für sie Mut aussieht. „Ich muss was riskieren“, sagt ein Bub. „Ich mach, was mir gefällt“, ruft das kleinste Mädchen in den Raum. Die zwölf Kinder, die am gestrigen Mittwoch in der Montessori- Schule in Landau ihre Gedanken körperlich und sprachlich ausdrückten, nehmen am Theater-Workshop „Herbstspiel“ teil. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit mit dem Theater an der Rott in Eggenfelden. Dort werden die Kinder und Jugendlichen, alle zwischen zehn und 15 Jahre alt, am Samstag auf die Bühne bringen, was sie mit Theaterpädagogin Gabriela Anna Schmid und Rhythmik- und Theaterlehrerin Christine Hötschl erarbeitet haben. Vier Mädchen und ein Bub gehen in den Nebenraum. Mit Tischen und Stühlen bauen sie ein provisorisches Klassenzimmer auf. „Sei still, Kevin“, ruft das Mädchen, das am „Pult“ sitzt, dem Burschen zu, der Plastikbecher auf ein Mädchen wirft. Gelächter. „Chantal“ grölt. Die Szene, die die Schüler entwickeln, hat mit Mut zu tun. Auch mit dem Mut, Grenzen zu überschreiten. Grob wissen sie schon, dass es um eine Schülerin gehen soll, die von ihrem Lehrer benachteiligt wird. Die Musterschülerin der Klasse wird dann den mutigen Schritt wagen und den Lehrer darauf ansprechen. Das Thema Mut kommt von den Kindern und Jugendlichen selbst, sagt Christine Hötschl. Zu Beginn des Workshops wurden die Kinder gefragt, wie sie zum „Herbstspiel“ gekommen sind. Mut hat dabei für viele eine Rolle gespielt. Als weiteres Thema hat sich „Meine persönlichen Grenzen“ herauskristallisiert. Beides verarbeiten die jungen Darsteller in ein eher Collage- artiges Bühnenstück. Keiner zögert in seinen Bewegungen oder mit seinen Worten, keiner lacht über den anderen. Die Buben und Mädchen agieren so unbefangen und frei, als wäre der Raum eine abgeschirmte, sichere Blase, in der es kein Richtig und kein Falsch gibt und jeder einzelne für die Gruppe wichtig ist und wahrgenommen wird. Darum geht es auch Christine Hötschl. Der Weg ist das Ziel. Sie möchte, dass die Kinder und Jugendlichen Freude daran haben, sich zu präsentieren, Selbstbewusstsein entwickeln und die Gruppendynamik spüren. Ein perfekt durchgeskriptetes Theaterstück abzuliefern, sei nicht der Sinn des Workshops. Drei der jungen Schauspieler sitzen zusammen und sind darin vertieft, sich selber ihre Einzelrollen zu schreiben. Lilly, mit zehn Jahren die jüngste Teilnehmerin, will Hermine Granger aus der Harry-Potter-Saga auf der Bühne darstellen. „Schlau, willensstark, emotional, frech“, schreibt das langhaarige Mädchen mit der Blumenleggings auf ihr Blatt Papier. „Die ist wie ich. Rebellisch, aber zu ihren Freunden nett. Und ein Streber.“ Aufregend wird es schon am morgigen Freitag, wenn die Gruppe ans Theater an der Rott fährt, um sich dort ihre Kostüme auszusuchen. Am Samstag wird dann den ganzen Tag lang geprobt, bis die Darsteller um 17 Uhr auf die Studiobühne gehen und zeigen, was sie erarbeitet haben – und ihren ganzen Mut.

 

Lesen Sie auch: Junge Akteure begeistern ihr Publikum beim „Herbstspiel“

 

Originalartikel erschienen in der Landauer Neuen Presse. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung durch Bettina Huber.

herbstspiel

Neue Impulse getankt – Herbsttreffen des Montessori-Landesverbandes in Freising

Mehr als 10 Mitarbeiter aus allen drei Landauer Montessori-Einrichtungen opferten ihren Samstag, um sich in Freising auf dem diesjährigen Herbsttreffen des Montessori-Landesverbandes mit neuen Impulsen auftanken zu lassen.

Das Montessori-Zentrum Freising hatte sich als Gastgeber angeboten, um ihren Neubau zu präsentieren, den sie erst 2015 bezogen hatten. Und so gehörte eine Führung durch die Räumlichkeiten von der Aula bis zur Turnhalle und von den Fachräumen zu den Klassenzimmern natürlich zum Programm.

Große Fenster öffnen die Klassenzimmer auch nach innen!

Große Fenster öffnen die Klassenzimmer auch nach innen!

Doch zuvor stellten Schüler und Mitarbeiter der Freisinger ihr Montessori-Zentrum in all seinen Facetten vor. Das Kinderhaus erzählte von seiner Eltern-Kind-Gruppe; Kinder aus der Nachmittagsbetreuung (OGS – offene Ganztagesschule) von ihren Projekten und Studierzeiten; Schüler aus Grund- und Mittelstufe von den Vorteilen der gemeinsamen Pause; und die Schülersprecher von ihrer Arbeit in der SMV und dem großen Schüler-Forum; eine Vertreterin der Lebenshilfe schilderte die Arbeit der „Partnerklasse“ an der Monte; Neuntklässler die Besonderheiten der Großen Arbeit;  und Lehrkraft die Auswirkungen des Projektes „Unesco-Schule“; den Höhepunkt bildete sicherlich der kurze Einblick in das Sonderfach „Initiatorische Naturarbeit“, bei dem jede Stufe der Mittelschule eine andere Herausforderung im Freien zu meistern hat – von der „Wanderung in die vier Richtungen“ bis zum „Walk Away“.

Aktuelle Literatur an einem der vielen Ausstellerständen!

Aktuelle Literatur an einem der vielen Ausstellerständen!

Daran schloss sich ein Vortrag zum Tagungsthema „Das Montessori-Material als Schlüssel zur Welt“. Die Schulpädagogin Dr. Ulrike Lichtungen sprang hier äußerst kurzfristig für die erkrankte Hauptrednerin ein und gab den über 200 Teilnehmern fruchtbare Impulse durch ihren wissenschaftlichen Blick von außen auf das Lernen an Montessori-Schulen. Mit einem Experiment an fünf Freiwilligen arbeitete sie zentrale Punkte heraus, die man als Pädagogen beachten solle und bei denen die Wichtigkeit des Materials deutlich wurde. Beispielsweise finde Lernen immer mit vielen Sinnen (multisensorisch) statt, so dass der Lernprozess am Material immer breiter und tiefer vollzogen werden könne. Arbeiten die Kinder dann noch zusammen (ko-konstruktiv), würden automatisch Emotionen und Erfolgsfreude aktiviert, um das selbstgesteuerte Lernen zu befeuern.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen und den erwähnten Schulhaus-Führungen folgte die Phase der Workshops. In eine der elf verschiedene Arbeitsgruppen hatte man sich schon bei der Anmeldung einige Wochen zuvor eingetragen. Nun hatte man zwei Stunden Zeit, um mit Gleichgesinnten aus ganz Bayern und einem Experten an praxisrelevanten Themen zu arbeiten. Diese Gleichgesinnten sind häufig Pädagogen, jedoch auch Schulleiter, Vorstände und auch interessierte Eltern. Die Themen finden sich im Programm Freising Herbsttreffen MLVB 2016. Diese Arbeitsphase nach eigenem Interessengebiet ist häufig der inspirierendste Teil.

Am Ende dankten die beiden Geschäftsführer des bayerischen Landesverbandes Monika Ullmann und Manfred Burghardt allen Organisatoren und freiwilligen Helfern, und wünschten eine freudige Umsetzung all der getankten Ideen. Man freue sich schon auch das nächste Treffen am 13. Mai 2017. Dazu seien erneut alle eingeladen, die sich für Montessori-Pädagogik interessierten.

 

 

Abschlussfeier der 9. Klasse in lockerer Atmosphäre

„Wir brauchen Menschen, die ja zu uns sagen“

Montessori-Schule feierte erstmals eine Abschlussklasse

Landau. Was brauchen wir? „Wir brauchen Menschen, die zu uns ja sagen, obwohl wir nicht so sind, wie sie uns haben wollen.“ Diese Verse aus einem Gedicht Max Feigenwinters gab Schulleiter Klaus Ecker den Schülern der ersten Abschlussklasse der Montessori-Mittelschule mit auf den weiteren Lebensweg.

Am vergangenen Mittwoch, 20. Juli, hatten die acht Schüler der 9. Klasse Eltern, Lehrer, Vorstände und weitere Schulfamilie am Abend in den wunderschönen Innenhof der Reformschule zu einem Grillfest eingeladen. Statt einer starren offiziellen Verabschiedung hatten sich die Jugendlichen ein lockeres Beisammensein gewünscht. Elternbeirat und Lehrer unterstützten diesen Weg und halfen bei der Organisation von Tischen, Grill und Getränken. Die Gäste wurden gebeten, ihr Grillgut selbst mitzubringen und für die Gemeinschaft Salate zu bereiten. Englischlehrkraft und Mutti der Oberstufenklasse Jaqueline Schneider hatte gemäß der Schüler-Idee im Innenhof statt einer hierarchischen Festtafel ein kommunikatives „U“ aus Biertischgarnituren aufgebaut, das von Anfang an Gäste verschiedenster Ecken der Schulfamilie ins Gespräch brachte. Und so schob Elternbeirat Stefan Aigner eine Begrüßung eher inoffiziell nach, als er nach einer halben Stunde den Grill und das Salatbuffet für eröffnet erklärte. Gemeinsam ließ man es sich anschließend schmecken.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erfolgte dann mit der Zeugnisverleihung der offizielle Kern des Abends. Elternbeirat Stefan Aigner leitete die Festreden ein. Er dankte den Lehrern für ihren Einsatz zugunsten der Schüler und lobte die Schulfamilie für ihre Offenheit bei Problemen miteinander zu sprechen, um Lösungen zu finden. Elternbeirätin Eva Bergmann überreichte der Schule eine frisch angelegte Chronik der Abschlussklassen mit Foto und Unterschriften, wofür sich Schulleiter Klaus Ecker herzlich bedankte.

Er selbst lobte in seiner Festrede alle Säulen der Schulfamilie, die im vergangenen Schuljahr nicht nur engagiert an der Vorbereitung des Qualis waren, sondern auch den dritten Umzug der Montessori-Mittelschule zu meistern hatten. Er bedankte sich einzeln bei allen Kolleginnen und Kollegen für ihren Einsatz bei den Abschlussprüfungen. Den Eltern zollte er Anerkennung für die Zusammenarbeit und Kommunikation in dieser brisanten Phase. Und schließlich sprach er auch den acht Pionier-Schülern seinen persönlichen Dank aus. Ein jeder von ihnen könne stolz sein auf seine individuellen Leistungen, egal ob der Quali bestanden sei oder nicht. Er habe sie alle über die Jahre ins Herz geschlossen. An das eingangs zitierte Gedicht „Was brauchen wir?“ schloss er seine Wünsche für die Absolventen: Er hoffe sie würden möglichst oft wohlwollenden und offenen Menschen begegnen, die ihrem Gegenüber Wertschätzung entgegenbringen ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Und er wünsche ihnen künftig auch das nötige Quäntchen Glück, das man im Leben trotz allem Fleiß oft brauche.

Daran knüpfte Klassenleiter Ingo Grauham an, der auch allen Kollegen für die Kooperation und deren Engagement Dank sagte. Er betonte, dass der Qualifizierende Abschluss der Mittelschule zwar ein wichtiger Schritt für die berufliche Zukunft sei, dass die charakterliche Entwicklung aber als viel wichtiger anzusehen sein müsse. Die acht Pioniere hätten das Herz am rechten Fleck.

Den Schlussredner machte Kaplan Hermann Schächner, der den Jugendlichen Gottes Segen mitgeben wollte und die Schüler für ihre Neugierde und Energie lobte. Im Anschluss rief Deutschlehrer Martin Hammerer die Schüler einzeln mit ein paar persönlichen Worten und lustigen Anekdoten nach vorne, wo ihnen das Zeugnis von Ingo Grauham und Klaus Ecker überreicht wurde.

Damit sollte die Abschlussfeier eigentlich enden. Doch nur wenige Gäste traten den Heimweg an. Wie selbstverständlich blieben Schüler, Eltern und Lehrer in kleinerer, geselliger Runde beisammen und nutzten die warme Vollmondnacht bis zu später Stunde. Dieser Abend bleibt den achte Abschlussschülern wohl noch lange im Gedächtnis.

(Text: Martin Hammerer, Fotos: Klaus Ecker und Valentina Gaist)

Erfolge beim III. LEGO-Roboter-Realschul-Wettbewerb



„Erst den Müll wegbringen und dann die Solaranlage aufs Dach!“ „Nein, besser das Windrad und den Staudamm reparieren!“ – Solche Diskussionen unter Schülern von Real- und Montessori-Schulen? Na klar, beim alljährlichen Roboterwettbewerb der Realschulen, den Fritz Steininger von der DE Software GmbH aus Dingolfing großzügig mit Preisgeldern für die Schulen sponsert. Am vergangenen Freitag, 29. April, fand dieser zum dritten Mal statt und da turnusmäßig die Landauer Realschule als Austragungsort an der Reihe war, verband man den Wettbewerb mit deren Tag der offenen Tür.
Mit neun Schülern in drei Mannschaften trat die Montessori-Schule Landau an. Insgesamt waren 12 Mannschaften gekommen, um ihr Können mit den Robotern zu zeigen. In zwei Durchläufen á 2 Minuten galt es, so viele Aufgaben der „Green-City“-Spielfläche zu lösen, wie nur irgend möglich. Und eben zu dieser „Grünen Stadt“ gehören die eingangs erwähnten Aktionen.
Mehr als zwei Monate hatten die Schüler Zeit, ihre LEGO-Mindstorms-Roboter so zu bauen und zu programmieren, dass sie möglichst viele der angebotenen Aufgaben lösen können. Am Ende würde gewinnen, wer die meisten Punkte einheimsen konnte. Wer das war blieb bis zum Schluss spannend.
Doch im Fokus stand nicht der Triumph über andere. Nach dem eigenen Selbstverständnis trat man nicht „gegen“, sondern „mit“ zwölf andern Teams der Realschulen in Landau, Dingolfing und Niederviehbach an. „Bei allen Wettbewerben in der Vergangenheit war es uns wichtig, keine Feindseligkeiten unter den Jugendlichen aufkommen zu lassen, sondern sogar Solidarität im Geiste des Tüftelns zu pflegen!“, so Montessori-Lehrer Martin Hammerer. „Das kostete uns im letzten Jahr zwar den ersten Platz unter den Realschulen, weil einer unserer Tipps zum Sieg der Niederviehbacher führte, aber es brachte uns bei allen Teilnehmern großen Respekt! Wir sind an guten Ideen und der Lösung interessiert, nicht am Bessersein! So hätte es Maria Montessori auch gewollt.“
Und ganz im Sinne des montessorischen Prinzips der Vielfalt, hatten die Teams sehr unterschiedliche Herangehensweisen. Während die einen alles auf Geschwindigkeit setzten und so den ein oder anderen Flüchtigkeitsfehler in Kauf nahmen, bauten die anderen auf Präzision in wenigen, dafür aber perfekt gelösten Aufgaben.
Letzteres zahlte sich vor allem für das Team „Jurassic World“ mit Leander Zech, Jona Brunnhuber und Lars Küchler aus, da sie mit ihrer super coolen Ruhe überraschend den 3. Platz unter den 15 Teams errangen. Dem Team „LeSa“ um Salome Braun und Leonie Schönhofer (unterstützt von Lara Liebeknecht und manchmal beraten von Julian Kaiser) gelang ein hervorragender 2. Platz, vor allem durch Teamwork und Durchhaltewillen in der Vorbereitung.
Dass es für die „LA Boys“ mit Marius Rauscher, Moritz Bachmeier und Philipp Schmückle nicht für eine spitzen Platzierung reichte, war nicht weiter schlimm, denn es ging ja in erster Linie um den Spaß an der Robotik, und bei der Siegerehrung erhielten alle Teilnehmer das gleiche Schokoladenpräsent.
Auch die Lehrer wurden für ihr Engagement belohnt. Die Firma DE software spendete in diesem Jahr allen Roboterprojekten 300 €. Die größte Überraschung war jedoch, dass Jurymitglied Herr Meier von Mann&Hummel versprach, allen Schulen einen weiteren Roboter zu spendieren, damit im nächsten Jahr auch die Lehrer gegeneinander antreten könnten. Wir dürfen gespannt sein, zumal die Montessori-Schule der Austragungsort 2017 sein wird.

WRO Finale Dortmund 2015 – Ein Erlebnis fürs Leben!

Noch sind wir sprachlos. Das WRO Finale in Dortmund war für die 6 Schüler wirklich ein Erlebnis fürs Leben.

Ein paar Eindrücke: